mitarbeiten
bei QueerUferlos 92.4 – mitarbeiten –
Für neue Mitwirkende haben wir etliches zu bieten:
Breit informiert werden über die münchner queere Szene und ihre Hintergründe, Initiativen, Gruppen, Kontakte in ganz Bayern
die notwendigen interkulturellen Anliegen, Aufgaben und Partnerschaften,
Email-Adressen wahlweise als @queeruferlos.de / @queereGeschichte.org / @fairmuenchen.de / … /
und die Vorstellung des Kollegiums und dich interessierter Gruppen, Einrichtungen und Szenen
Aufnahme deiner Ideen in Projekte und Sendungen
Einführung in Mastodon und WordPress
und Erstellen von Beiträgen, hochladen von Bildern, vernetzen mit Interessierten und Presse-Organen
auch für deine Anliegen / Arbeitsgruppe / dein Projekt / deine Berufsziele / BJR / IG Medien / BLLV / GEW / …
Aktionsplan Bayern und die Vernetzung in Land und die anderen Länderprojekte
in Vorbereitung: gemeinschaftliche Online-Arbeit
analog der Arbeit im Forum Queeres Archiv München mit weiteren Projekten wie queereGeschichtemuc.org
queerfortbildung und queer-research … bis zu histodons und Zwischenstufen, das Feindbild der Reaktionäre und Nazis
Was Magnus Hirschfeld begonnen hatte, bezog sich auf viele Vorreitende wie Oscar Wilde und Crisperanto hätte ich beinahe gesagt, gemeint ist Quentin Chrisp, und auch viele weibliche Figuren deren Tradition die lesbische Fraktion pflegt. Crisperanto hieß eine Theatercollage von Thomas Kylau über Quentin Chrisp.
Zu den Zwischenstufen kommen die intersexuellen Menschen, die zwischen den Moden, den Rollen in Feminismus und Maskulinismus ihre Situation, ähnlich den Asexuellen zu finden haben, zwischen Hormonen, zwischen Operationen, zwischen Kleidung und bürokratischer Fehleinschätzung bis hin zu behördlichen Bevormundungen durch pseudochristliche Innenminister
Magnus Hirschfeld war als Arzt nahe bei seinen Klienten und Patienten und im Gespräch mit der Polizei stellte als erster Transvestitenausweise für Menschen aus, die lieber in der Kleidung des anderen Geschlechts auftraten, was bis heute eine neu erscheinende Geschichte, aber des beginnenden 19. Jahrhunderts ist und viele Vorgeschichten zwischen KlerikerInnen und SoldatInnen kennt.
Zwischenstufen hieß auch eine Zeitschrift, die Magnus Hirschfeld mit dem Verleger Max Spohr und in einem Umkreis in Berliner aber auch Münchner Kreisen des Wissenschaftlich Humanitären Commitee vertrieb, und auch in mehreren anderen Städten finden sich Menschen, die zwischen medizinischen und persönlichen Themen, zwischen Homosexualität und der damaligen Verfolgung der männlichen, oft unter dem §175 des preussischen Strafrechts, dann im ganzen dt. Reich von Erpressungen belasteten Beziehungen und den medizinischen Themen der Menschen lagen, die nach ihrem Selbstverständnis in ihrem Leben suchten.
Diese Selbstverständigung aller, die nicht in die heterosexuelle Norm passen, Kinder-Küche-Kirche, ist ein Anliegen der Aufklärung geblieben das bis heute in unserer Gesellschaft nicht wirklich angekommen ist gegen die religiöse überformung in alten faschistischen Weisen von männlich weiblich autoritär eingepresst, es gibt kein gendern in den christlichen Parteien wie schon die Kanzlerin die Ehe für alle lange unterlaufen hat.
Nicht, dass ich für die Ehe gewesen wäre „für alle“, sie hat nur auch die schwule und lesbische Welt zerlegt mit schönen Familiennachbildungen, alles persönliche und besondere dazwischen bleibt „dazwischen“, und auch wenn die Kinder gesund in den Regenbogenfamilien heranwachsen können, gesünder als in so manchen von Verfolgungswahn geprägten Kinderkrippen, die manchmal Sexualität und Übergriffe immer noch überbewerten, wenn sie unter kleinen Kindern in der Neugierde passieren.
Wir alle wachsen mit dramatischen Erlebnissen auf und die sexuellen Erlebnisse sind natürlich besonders irritierend, wenn jemand Geheimnisse oder großen Rabatz darum beschert.
Das übergroße Interesse daran ist wahrscheinlich auch dramatisch bedingt, wird aber immer auf andere verschoben, eine Tätergeneration wird hochstilisiert, die natürlich selbst missbraucht worden war, den Missbrauch wiederholt, wie sich Missbrauch gerne wiederholt, immer wieder weil er nicht erlöst werden kann, nicht anerkannt werden kann, nicht erkannt werden will. Auch unter Frauen.
Zwischenstufen zu akzeptieren, alle anderen Menschen in ihrer Art so zu akzeptieren, wie sie sich selbst zu begreifen versuchen, wie sie selbst auf der Suche sind, sie zu begleiten, das hatte sich Magnus Hirschfeld in seiner Sexualforschung und in seiner Sexualwissenschaft vorgenommen: Sexualpädagogik die bis heute keine wirkliche wissenschaftliche Anerkennung in unserem Land gefunden hat, die Lehrstühle in anderen Ländern gründen mussten, um zum Beispiel Behinderten – von uns Behinderten den Zugang zu ihrem körperlichen Erleben zu ermöglichen.
Prostitution wurde ebenfalls zum Kampfgebiet und fällt natürlich zusammen mit dem bösen Untergrund des Menschenhandels und des Missbrauchs junger Menschen, der Entführungen aus anderen Kulturen wie früher im Kolonialismus gegen Geld. SexworkerInnen und Sexworker haben sich längst organisiert, dringen aber gegen das Geschrei des Missbrauchs im vereinfachten Feminismus nicht wirklich durch, werden in ihren Motiven nicht ernst genommen.
Missbrauch ist einfach eine Erfahrung, die wir alle in den autoritären Systemen der Schulen, der Arbeit, der Verwertung erleben und erdulden, meinen erdulden zu müssen, um zu Geld zu kommen, um unsere Familie zu ernähren, um den Kapitalismus und den Konsum mithalten zu können.
Missbrauch liegt im Kapitalismus wie der Faschismus, von dem Jean Jaures gesagt hatte: „Der Faschismus liegt im Kapitalismus wie der Regen in der Wolke“.
Modisches Benehmen, die eingeredete Art, du bist nicht schön genug, du könntest den anderen zu wenig gefallen, du bekommst nicht die romantische Partnerschaft, so wie du aussiehst, so wie du dich benimmst, so wie du dich kleidest, so wie du dich zu wenig schminkst, …
Es braucht Bewusstsein, auszusteigen und zu sagen ich lebe lieber gesund, ich lebe so wie ich bin, ich finde heraus, was zu mir passt, was für mich gesund ist: Wir hatten schon sehr viel freiere Hippie-Zeiten und gut hundert Jahre davor Lebensreformer und Soufragetten, Kämpferinnen für Frauenrechte.
Den eigenen Stil zu finden ist eine Gesundung, braucht einen Weg in das Innere, da wo wir Angst haben vor den alten Verletzungen, vor den vergangenen Dingen, die noch in uns stecken, aber nur mit Angst belegt sind, nicht mit wirklichen Schmerzen, denn die sind vergangen, die haben wir als Kind erlebt in der Schule, in all diesen Dingen, wo uns andere Vorschriften machten, schöne Dinge versprochen und Rettungen mindestens vor der Hölle die sie uns bereitet haben.
Magnus Hirschfeld hatte am 14.5. Geburts- und Sterbetag: 1868-1935, sah sein Lebenswerk zerstört: Als Sexual-Wissenschaftler war er ein Feindbild der Nazis, die sein Institut und seine internationale Sammlung zur Kulturgeschichte der Sexualitäten zerstörten, seine Bücher und Bibliothek verbrannten.
Seine Forschungen zu den verschiedenartigen Ausprägungen der Geschlechter und der sexuellen Orientierungen sind bis heute in der Bundesrepublik nicht genügend gewürdigt, die Lehrstühle für Sexualwissenschaft wieder reduziert: Reaktion seit bis hin zum §218 / §219 …
«Die Begriffe übernatürlich, unnatürlich und widernatürlich sind Zeichen mangelnder Naturerkenntnis»
Die Sexualwissenschaft hatte sich zur selben Zeit wie die Psychoanalyse mit einem Schwerpunkt in Berlin entwickelt: Vor allem Magnus Hirschfeld und seine Gesellschaft: „1897 gründete er in seiner Charlottenburger Wohnung in der Berliner Straße 104 (heute Otto-Suhr-Allee) mit dem Verleger Max Spohr, dem Juristen Eduard Oberg und dem Schriftsteller Franz Joseph von Bülow das Wissenschaftlich-humanitäre Komitee … für queeres Leben, wie wir heute sagen würden.
Von 1899 bis 1923 gab Magnus Hirschfeld 23 Jahrgänge der Zeitschrift Jahrbuch für sexuelle Zwischenstufen heraus. … 1908 gründete er die Zeitschrift für Sexualwissenschaft, deren Herausgabe er im gleichen Jahr wieder einstellen musste.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_Hirschfeld
sowie das Institut „1918 richtete er die Dr. Magnus-Hirschfeld-Stiftung ein, Grundlage für eine weitere Pionierleistung von ihm, die Gründung und Ausstattung der weltweit ersten Einrichtung für Sexualforschung – sein Institut für Sexualwissenschaft. https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_Hirschfeld sowie auf gestaltleben.wordpress.com/2025/11/05/generationen-der-zwischenstufen
![]()
Ein kleiner historischer Ausschnitt …

Unsere Redaktion stellt sich vor
Unser Redaktionsmitglied Uwe Brisgis
Hallo liebe Hörer*innen,
mein Name ist Uwe Brisgis und ich bin seit dem 19. April 2007 beim queeren Radio uferlos mit dabei. Meine erste Sendung habe ich an diesem besagten Donnerstag im Jahr 2007 moderiert, es war die 647. Sendung von allen bisher ausgestrahlten Sendungen.
Seitdem ist viel Zeit verstrichen und es wurden viele Sendungen gemacht (inzwischen gehen wir auf unsere 1.000ste Sendung zu – und vieles – auch das Team von uferlos – hat sich im Laufe der Zeit an und in unserem Programm gewandelt. Hatten wir 2007 nur 2 Sendetermine pro Monat, so haben wir inzwischen 3 feste Sendetermine im Monat, die wir gestalten dürfen.
Auch sind wir nicht mehr nur ein schwul-lesbisches Radio, so wie damals, sondern wir sind ein queeres Radio, welches nicht nur einen eingeschränkten Personenkreis erreichen, sondern alle Menschen gleichermaßen ansprechen soll.
Unser jetziges Team besteht aus einem bunten Mix von Menschen aller Geschlechter und aller Altersgruppen, so dass wir wirklich Jedem gerecht werden können. Auch freuen wir uns immer über neue Leute, die zu uns kommen, um mitzuarbeiten. Hier braucht es lediglich die Gabe, auf Menschen zu zugehen, eine gute Mischung von Humor und auch einem Verständnis für ernste Themen, sowie einem Lächeln auf den Lippen.
Ich selbst arbeite seit 13+ Jahren sehr gern mit meinen Kolleg*innen für uferlos zusammen und jede Sendung birgt immer wieder neue Spannungen, weil wir mit den unterschiedlichen Menschen in unserer Redaktion jedes Mal total andere Themen ansprechen können und somit die breite Palette an vielfältigen Informationen abdecken.
Persönlich lebe ich seit 17+ Jahren in einer festen Beziehung mit meinem Mann in München, der mir auch oftmals den Rückhalt gibt, unsere Sendungen gestalten zu können. Mein Wunsch für die Zukunft wäre, dass wir nicht auf dem Lokalradio, sondern in ferner oder naher Zukunft die Menschen auch überregional informieren zu dürfen.
Und übrigens => wir freuen uns immer über Lob & Kritik an unseren Sendungen. Lasst uns einfach nach jeder Sendung ein paar Worte zukommen, wenn Ihr wollt. Wir freuen uns, wenn wir wissen, was gut war und was wir eventuell besser machen können.
Daher wünsche ich Euch jetzt viel Spaß beim Zuhören, es grüßt Euch von Herzen Euer Uwe

Moderator Fritz Letsch (der mit dem hier gelben Hoody, mit Gast in der Gegensprechanlage)
war früher über gute 20 Jahre Entwickler und lange Zeit auch Moderierender der Gegensprechanlage, einer Sendung, die interessante Leute und ihr Engagement vorstellte, wie sie auch im Selbsthilfezentrum und in vielen Projekten und Vereinen zu finden sind, mit ihrer liebsten Musik und den besten Erfahrungen ihrer Arbeit.
Eine Übersicht der Themen findet sich auf fairmuenchen.de/gegensprechanlage
Der Kollege im grauen Hoody machte Eisbjörk … Sendung 2024?
viel mehr über mich auf http://fritz-letsch.de
