podcast
Aus unseren reichhaltigen Archiven die Goldstücke und Perlen neu fassen und präsentieren, aber auch grundlegende Informationen zur Entwicklung der Szenen in München und zum Aktionsplan in Bayern, zur Queeren Geschichte und was euch sonst noch einfällt: Für weitere Ausstrahlung und dauerhafte Aufmerksamkeit, auch die Wirkung der vielen bewährten und neuen CSD in ganz Bayern, das queere Leben am Land und in den Städten …
1. Konzept und Planung
Bevor du technisch startest, kläre folgende Fragen:
- Thema und Zielgruppe
- Worum geht es in deinem Podcast? (z. B. Nachrichten, Bildung, Unterhaltung, Nischenthema)
- Wer soll zuhören? (Alter, Interessen, z. B. “Jugendliche und Eltern zwischen 15 und 40 oder Ältere?”)
- Warum? Was macht deinen Podcast einzigartig? (z. B. “Wir interviewen lokale Aktivist:innen”)
- Format und Länge
- Solo, Interview, Diskussion, oder gemischt?
- Wie lange soll eine Folge sein? (z. B. 10-20–60 Minuten)
- Wie oft erscheint eine neue Folge? (wöchentlich, monatlich, vierteljährlich, als Radiobeitrag und für euere Webseite? )
- Name und Branding
- Wähle deinen einprägsamen Namen, der zu deinem Thema passt.
- Erstelle ein Logo oder Cover-Artwork (z. B. mit Canva oder Adobe Spark).
- Überlege dir einen Slogan oder eine kurze Beschreibung (für Plattformen wie Spotify oder Apple Podcasts).
- Technische Grundausstattung
- Mikrofon: Ein gutes Einsteigermikrofon
- Kopfhörer: Geschlossene Over-Ear-Kopfhörer für bessere Tonkontrolle.
- Aufnahmesoftware: z. B. Audacity (kostenlos) oder Riverside.fm (für Remote-Interviews).
- Zubehör: Pop-Filter, Mikrofonständer, Kabel
2. Vorbereitung der ersten Folge
- Skript oder Stichpunkte
- Schreibe ein grobes Skript oder Stichpunkte für deine erste Folge.
- Übe das Sprechen, um sicherer zu wirken.
- Gäste oder Interviewpartner:innen
- Falls du Gäste einlädst: Kläre Termine, Technik (z. B. Zoom-Aufnahme) und frage nach deren Mikrofonqualität.
- Testaufnahme
- Nimm eine kurze Testfolge auf und höre sie kritisch an. Achte auf:
- Lautstärke (nicht zu leise/zu laut)
- Hintergrundgeräusche (Störquellen minimieren)
- Sprachklarheit
- Nimm eine kurze Testfolge auf und höre sie kritisch an. Achte auf:
3. Aufnahme
- Raumwahl
- Wähle einen ruhigen Raum mit wenig Hall (z. B. ein Zimmer mit Teppichen, Vorhängen oder einem “Recording-Tent”).
- Alternativ: Nutze eine Decke oder Schaumstoffplatten, um Echo zu reduzieren.
- Mikrofonposition
- Halte das Mikrofon etwa 10–15 cm vom Mund entfernt.
- Sprich direkt in das Mikrofon (nicht seitlich).
- Aufnahme
- Starte die Aufnahme und beginne mit einer kurzen Vorstellung (Name des Podcasts, Thema, Vorstellung der Gäste).
- Halte dich an dein Skript oder deine Stichpunkte, aber bleibe natürlich.
4. Nachbearbeitung
- Schnitt
- Schneide lange Pausen, Versprecher oder störende Geräusche raus.
- Nutze Tools wie Audacity (kostenlos)
- Lautstärke und Effekte
- Normalisiere die Lautstärke (z. B. auf -16 LUFS für Podcasts).
- Füge leichte Equalizer-Einstellungen hinzu, um die Stimme klarer zu machen.
- Intro/Outro
- Erstelle ein kurzes Intro (z. B. 10–20 Sekunden) mit Musik und deinem Podcast-Namen.
- Ein Outro mit Call-to-Action (z. B. “Abonniert uns auf …”).
5. Hosting und Veröffentlichung
- Podcast-Hosting
- Ein Podcast-Hosting-Anbieter speichert deine Folgen und verteilt sie an Plattformen wie Spotify, Apple Podcasts oder Google Podcasts.
- Beliebte Anbieter:
- Anchor.fm (kostenlos, einfach, leitet aber sofort weiter auf spotify)
- Buzzsprout (benutzerfreundlich, kostenpflichtige Pläne)
- Podigee (deutscher Anbieter, gute Statistiken)
- Captivate (für wachsende Podcasts)
- Wähle einen Anbieter, der zu deinen Bedürfnissen passt (z. B. Monetarisierung, Statistiken, Teamzugriff)
- Frage in deinem Umfeld, wer wo was hört ….
- Verteilung
- Nach dem Hochladen auf deinen Hosting-Anbieter wird deine Folge automatisch an Podcast-Plattformen verteilt.
- Füge eine Beschreibung, Keywords und ein Cover-Bild hinzu.
6. Veröffentlichung und Marketing
- Veröffentlichungsplan
- Lege feste Veröffentlichungsdaten fest (z. B. jeden Montag).
- Veröffentliche die erste Folge als “Pilotfolge” und bitte Freunde/Familie um Feedback.
- Marketing
- Social Media: Teile Ausschnitte oder Teaser auf Instagram, TikTok, LinkedIn oder Twitter.
- Website/Blog: Erstelle eine einfache Website (z. B. mit WordPress oder Carrd) mit Infos zu deinem Podcast und Links zu den Folgen.
- Newsletter: Baue eine E-Mail-Liste auf, um neue Folgen anzukündigen.
- Gäst:innen: Bitte Gäste, die Folge in ihren Netzwerken zu teilen.
- Community: Interagiere mit deiner Zielgruppe (z. B. über Discord, Facebook-Gruppen oder Kommentare auf Plattformen).
7. Monetarisierung (optional)
Falls wir langfristig Geld verdienen möchten:
- Sponsoring: Suche nach lokalen Unternehmen oder Nischenmarken, die zu deinem Thema passen.
- Crowdfunding: Plattformen wie Patreon oder Steady ermöglichen Spenden von Hörer:innen.
- Merchandise: Verkaufe T-Shirts, Tassen oder Aufkleber mit deinem Podcast-Logo.
- Premium-Inhalte: Biete exklusive Folgen oder Bonusmaterial für zahlende Abonnent:innen an.
8. Rechtliches
- Musiklizenzen: Nutze lizenzfreie Musik für Intro/Outro (z. B. von Epidemic Sound, Artlist oder YouTube Audio Library).
- Impressum: Ein Impressum ist in Deutschland Pflicht (auch für Podcasts).
- Datenschutz: Falls du eine Website oder Newsletter hast, brauchst du eine DSGVO-konforme Datenschutzerklärung.
Tools und Ressourcen
| Kategorie | Empfohlene Tools |
|---|---|
| Aufnahme | Audacity, GarageBand, Riverside.fm, Zencastr |
| Schnitt | Audacity, Descript, Adobe Audition, Hindenburg Journalist |
| Hosting | Anchor.fm, Buzzsprout, Podigee, Captivate |
| Cover-Artwork | Canva, Adobe Spark, Figma |
| Musik | Epidemic Sound, Artlist, YouTube Audio Library, Free Music Archive |
| Marketing | Buffer (Social Media), Mailchimp (Newsletter), Carrd (Website) |
Nächste Schritte
Wenn du möchtest, können wir direkt loslegen:
- Next:
- ein Skript für deine erste Folge zu schreiben,
- nach lizenzfreier Musik für dein Intro zu suchen,
- oder dir eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Aufnahme-Software deiner Wahl zu geben.
